Final Fantasy XVI Demo

Gestern hatte ich endlich Zeit, die Final Fantasy XVI Demo zu Ende zu spielen, und was soll ich sagen? Hype! Ich freue mich riesig auf das Spiel! ^-^
Vorbestellt ist es natürlich schon lange (in der Standard Edition – auch wenn ich ein FF-Merch-Opfer bin, eine CE ohne physischen OST und Artbook ist für mich keine CE, die es wert wäre, soviel Geld dafür auszugeben. Wenn wenigstens eine PAK enthalten wäre … O:) ), nach dem ersten Eindruck kann ich es nun kaum erwarten, nächste Woche richtig loszulegen!

Final Fantasy XVI Demo

Ich bin ja seit einigen Jahren etwas verhalten, was meine Vorfreude auf neue Final Fantasy Titel angeht. Da war der eher maue FF12 Start, die Dirge of Cerberus Katastrophe, der missglückte Final Fantasy XIV Launch und meine absolut verfehlten Erwartungen an Final Fantasy XV. Daher übe ich mich etwas in Zurückhaltung, was neue Titel angeht, um den Spielen von vornherein mehr Chancen einzuräumen. O:)

Final Fantasy XVI hat mir seit dem ersten Trailer gefallen. Es wirkte düster, erwachsen und ernst. Der Fokus auf reines Action-Gameplay machte mir etwas Sorge (Ich bin einfach nicht gut darin. In Stranger of Paradise fühlte ich mich zB absolut verloren und erschlagen von den diversen Möglichkeiten.), aber sonst? Königreiche, Intrigen und Chocobos wie in FF-Tactics? Kämpfe um Leben und Tod, Verlust und Drama, dazu die Verwandlung in Eikons? Hell, yeah!


Intro

Die Demo verrät gleich zu Beginn, dass in ihr erstellte Spielstände in die Vollversion übertragen werden können. Klar also, dass wir tatsächlich den echten Spielbeginn zu sehen bekommen. Daher war ich erstmal irritiert, dass das Spiel ohne episches Intro beginnt. Die Verwirrung legte sich schnell, denn: Der größte Teil der Demo selbst ist wie ein Intro gestaltet. Wir erleben viele, viele storyrelevante Cut-Scenes, die durch kurze Gameplay-Sequenzen unterbrochen werden, die als Tutorial dienen und die Steuerung des Spiels sowie andere Funktionen erklären. Dazu birgt der Anfang wortwörtlich Lagerfeuerqualitäten und baut das Spiel, Hauptcharakter Clive und die Hintergründe langsam und atmosphärisch auf. Genau nach meinem Geschmack!
Jede Erzählsequenz kann auf Wunsch unterbrochen werden, um in einem Lexikon die aktuell relevanten Themen nachzuschlagen. Perfekt für mich, da ich bei den vielen komplizierten Namen ja schnell den Überblick verliere. Allerdings genieße ich die Erzählung lieber, wie sie ist, und schlage im Anschluss nach. Dass die Möglichkeit besteht, fand ich allerdings richtig gut.

Nach einem kurzen Einblick in das aktuelle Geschehen blicken wir in Clives Vergangenheit. Hier erfahren wir mehr über seinen Background und lernen, wie das Kampfsystem funktioniert.
Es wird schnell deutlich, dass Final Fantasy XVI wirklich nichts mit den Rollenspielkämpfen früherer FF-Titel zu tun hat. Es handelt sich um ein reines Action-RPG.
Um Spielern und Spielerinnen, die in diesem Genre nicht so versiert sind, dennoch Zugang zum Spiel zu ermöglichen, gibt es den Story-Modus, der den Kampf noch einmal sehr vereinfacht und es jeder und jedem ermöglichen soll, trotzdem die Welt und die Geschichte zu genießen.
Mir liegen Action RPGs definitiv nicht, (zu viele Knöpfe/Kombos, zu wenig Reaktionszeit und Fehlertoleranz ^^‘) trotzdem habe ich den „normalen“ Action-Modus gewählt und bin in der Demo gut zurechtgekommen.


Final Fantasy XVI - Morbol


Kampf & Steuerung

Mit Quadrat greifen wir mit unserer Waffe an, Dreieck und Kreis sind mit Eikon-abhängigen Fähigkeiten belegt. Da wir anfangs nur über den Phönix verfügen, versteckt sich unter Dreieck ein Feuerball, unter Kreis eine Art Sturzflug, der uns zu unserem anvisierten Gegner katapultiert. Mit X kann Clive springen, was ich bisher aber weder im Spiel noch im Kampf sinnvoll einsetzen konnte. Mit R1 weicht man aus, R2 öffnet die Spezialattacken des aktiven Eikon, mit L1 kann ich mein Ziel anvisieren. Später, sobald Clive über mehrere Eikons (oder waren es auf Deutsch Esper? ich bin gerade verwirrt :D ) verfügt, kann man mit L2 zwischen ihnen hin und her wechseln. Das Steuerkreuz dient als Schnellmenü für Potions oder für das Torgal-Menü, Clives Hund, der ihn im Kampf unterstützt.

Wir lernen jede Taste einzeln kennen und werden so langsam an die alle Funktionen herangeführt. Lernen, was die Kombinationen für Möglichkeiten bergen, und dass es manchmal einfach auf den richtigen Moment ankommt. Für mich fühlte sich alles ausgezeichnet erklärt an.

Gegner verfügen über einen Willenskraft-Balken, der sie vor schwerem Schaden schützt. Diesen gilt es zu brechen, um sie für einige Zeit besonders verwundbar zu machen. Sind sie gebrochen, nehmen sie mehr Schaden, daher lohnt es sich, die starken Esper-Fähigkeiten mit Cooldown, die sich hinter R2 verbergen, dafür aufzuheben, oder die CDs so zu timen, dass sie während des Gebrochen-Zustandes zur Verfügung stehen.

Manchmal wird während einer Videosequenz die Eingabe für Quadrat oder R1 gefordert. Wird dies richtig terminiert, folgt ein „Filmischer Angriff“ oder „Filmisches Ausweichen“. Und ja, die Ergebnisse variieren, je nachdem, ob man es zeitlich schafft oder nicht. ;)


Heilung

Im Kampf stellen wir schnell fest: Es gibt keinen Mana-Balken. Dies bedeutet zwei Dinge:
1. Wir können unsere Feuerbälle sooft wirken, wie wir wollen.
2. Da die Menge an tragbaren Potions (am Anfang?) auf 4(!) beschränkt ist, werden wir wohl nicht in den Genuss eines Heilzaubers kommen. Der begrenzte Zugang zu Heilung wird wohl der einer der wichtigsten Knackpunkte in puncto Schwierigkeitsgrad sein. Ich bin gespannt, wie sich das im späteren Spielverlauf auswirkt.

In der Eikon-Probe Esper-Probe (ich hab nachgesehen ^^‘) war Torgal am Kampfgeschehen beteiligt, der ebenfalls über einen Heilzauber verfügt. Die durch ihn gewirkte Heilung war aber so marginal, dass es sich wie eine Verschwendung anfühlte, den entsprechenden Knopf überhaupt zu drücken ^^‘


Final Fantasy XVI - Clive & Torgal


Esper-Probe

Sobald die ersten speicherbaren Demokapitel abgeschlossen sind, erhält man Zugang zur Esper-Probe, die einen in einen späteren Zeitpunkt des Spiels katapultiert, und Zugriff auf den erweiterten Kampfmodus und einen packenden Bosskampf gewährt, in dem Clives Esper-Fähigkeiten ausgiebig getestet werden können. Neben Phönix stehen nun auch Garuda mit Windzaubern und Titan mit Erd- und Schildfähigkeiten zur Verfügung. Man hat ein paar Fertigkeitspunkte auf Lager, die man nach seinen Wünschen auf dem Fertigkeitsbrett verteilen kann, um verschiedene Möglichkeiten auszutesten.

Hier habe ich dann erstmals gespürt, dass ich im Action-Gameplay Schwierigkeiten bekommen könnte, und war dankbar, dass es mir ermöglicht wird, Accessoires anzulegen, die mir den Kampf erleichtern und mir z.B. den richtigen Zeitpunkt zum Ausweichen anzeigen (das ist mein größtes Handycap. ^^‘ Selbst mit Hilfe schaffe ich das nicht immer pünktlich. ^^‘).
Ohne Heilzauber und genügend Heiltränke könnte ich möglicherweise im späteren Spielverlauf sehr alt aussehen.
Ich hoffe inständig, dass Final Fantasy XVI die Platintrophäe nicht nur jenen zugänglich macht, die das Game im Super-Duper-Mega-Hardmode ohne Potions und Hilfsmittel clearen können. ^^‘


Final Fantasy XVI - Shiva Rising


Gesamteindruck

Alles in allem hat mir dieser erste Einblick sehr gefallen.
Inhaltlich hielten die ersten Szenen der Demo schon viele Überraschungen und Wendungen parat, die mir sofort Lust machen, tiefer in die Handlung einzutauchen und das Spiel in Gänze zu erkunden. Das Setting wirkt stimmig und atmosphärisch. Ich mag die Ernsthaftigkeit und Düsternis, die die Story verspricht. Gleichzeitig haben mich einige Dialoge mit ihrem feinen, subtilen Humor auch sehr zum Schmunzeln gebracht. Clive wirkt nach gleich mehreren Save-the-Cat(bzw. Chocobo, bzw. Träger)-Momenten natürlich unfassbar sympathisch und ich bin wirklich gespannt, wohin sein Weg führen wird.

Optisch gefällt mir alles unfassbar gut. Zugegeben, hier und da ist die Umgebung sehr dunkel, aber die schöne Landschaft und die stimmige Atmosphäre lässt mich leicht darüber hinwegsehen.
Einige haben von Rucklern und Frameeinbrüchen berichtet – dazu kann ich nichts sagen, weil ich wirklich absolut nicht auf sowas achte und mir nichts Negatives aufgefallen ist.

Das Kampfsystem könnte im späteren Verlauf herausfordernd für mich werden, macht aber trotzdem viel Spaß. Da ich langsam an alle Funktionen herangeführt werde und alles aufeinander aufbaut, fiel mir der Einstieg in jedem Fall leicht, und hat dafür gesorgt, dass ich mich nicht von vornherein überfordert fühle (so geschehen bei Stranger of Paradise).
Hervorheben möchte ich, dass die Untertitel ENDLICH eine Größe haben, die sich gut lesen lässt. Der blinde Maulwurf sagt Danke!


Ein paar Mini-Kritikpunkte:

  • Entweder ich bin blind oder die Kamera ist nicht feststellbar. Ich mag diese ständig schwenkende Kamera nicht. Eine Fixierung aufs Target während der Kämpfe ist möglich (immerhin ^^), ich hätte mir allerdings auch außerhalb davon eine fixe Position gewünscht.
  • Dazu passend: Ich persönlich vermisse eine Mini-Map. Auch wenn die Umgebungen in der Demo relativ linear aufgebaut waren, durch die schwenkende Kamera verliere ich sofort die Orientierung, wenn ich mich in einer Ecke umsehe und dann zurück zu meinem Hauptweg möchte. Wo gehts weiter? Kam ich von rechts oder links? Hm …
  • Türen öffnen mit R2. Kann mir jemand den Sinn erklären? Warum brauche ich zwei Knöpfe, um eine Tür zu öffnen? Ist das Atmosphäre oder Schikane? Ich weiß es wirklich nicht. Natürlich ist es kein Beinbruch, aber mich nervts ^^‘
  • Langsame Dialoge. Auch wenn ich die Story gerne verfolge, manchmal reden mir die Charaktere etwas zu langsam. Während einer Unterhaltung habe ich festgestellt, dass ich den Dialog skippen, bzw. beschleunigen konnte, so dass ich nur fix die Untertitel lesen brauchte, und nicht abwarten musste, bis derjenige ausgeredet hatte. Bei der nächsten Unterhaltung war dies dann allerdings nicht möglich? Ich konnte keine Regelmäßigkeit darin feststellen und bin gespannt, wie das Ingame sein wird.
  • Loot. Angeblich hinterlassen Gegner „leuchtende Stellen am Boden, über die ich laufen kann, um hinterlassene Gegenstände aufzuheben“. So wurde es mir zumindest in einem Hilfetext erklärt. Allerdings habe ich keine leuchtenden Stellen am Boden entdecken können. Ich bin ein paarmal herumgelaufen und habe Gil erhalten, die Stellen, an denen der Loot lag, waren für mich aber unsichtbar. Ging das nur mir so?
  • Wieso hat man versäumt, die beiden Krieger, die Clive anfangs begleiten, Biggs & Wedge zu nennen? Wiesooo? ^^‘

Final Fantasy XVI - Rising Phoenix

Achso. Ich habe ein paar Unkenrufe vernommen, die Story von Final Fantasy XVI sei „nur“ von Game of Thrones kopiert. Zugegeben, der Torgal-Background passt natürlich perfekt zu den Schattenwölfen, und dass Herzogs Elvins Optik deutliche Ähnlichkeiten zu Sean Bean zeigt, lässt sich nicht leugnen. Aber ich finde, wir sollten die Kirche im Dorf lassen. GoT ist auch „nichts anderes“ als eine Variante shakespearescher Königsdramen. Und die Welt Ivalice, in der Final Fantasy XVI spielt, existiert bereits seit Final Fantasy Tactics und befasste sich auch damals (und in Vagrant Story und in Final Fantasy XII) mit den Intrigen und Kriegen zwischen Königreichen. All das ist nicht neu und wird in verschiedenen Varianten seit Jahrhunderten so erzählt. GoT hat das nicht erfunden. Just saying.


Final Fantasy XVI erscheint am 22.06. für PS5. Pre-Load-Zugang soll es ab dem 20.06. geben.
Ich freue mich schon riesig darauf, loslegen zu können! ^_^ Wie sieht es bei Euch aus?


Final Fantasy XVI - Danke fürs Spielen


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