Final Fantasy VII Rebirth – Halbzeit-Fazit

Ach Mensch Leute, – ich bin nicht so schnell! :D
Da einige unbedingt wissen möchten, wie mir Final Fantasy VII Rebirth gefällt, gibt es heute ein „Halbzeit-Fazit“ von mir:

Ich mag es!
Die „10/10!“- oder „Spiel des Jahrhunderts!“-Rufe kann ich nicht ganz nachempfinden, dafür gibt es zu viele Dinge, an denen mich bereits gestoßen habe, aber ich mag es.

Aktuell bin ich storytechnisch am Ende des 9. Kapitels, habe allerdings noch einige Nebenaufgaben und Weltberichte in dem Gebiet offen. Meine Spielzeit liegt bei etwas über 100 Stunden und abgesehen von den Chocobo-Rennen habe ich (glaube ich) alles gelöst und erledigt, was man so erledigen kann.

Wie schon in Remake: Ich LIEBE die Charaktere!
Yuffie konnte mich ja schon in Intermission für sich gewinnen, aber in Rebirth? Ich LIEBE sie! Sie ist so lustig und süß, dabei mutig und steht für sich und ihre Überzeugungen ein. Ein toller Charakter! Es ist unglaublich, wie gut sie mir gefällt, wenn man bedenkt, für wie nervig und störend ich sie im Original hielt. Gleiches gilt für Cait Sith (der zumindest in der deutschen Synchro nun doch Ket-Shi gesprochen wird), der einst egalste Charakter von allen. Er ist jetzt sympathisch! Was bisher von seinen Hintergründen gezeigt wurde … Revee am Schreibtisch? … ich hab so gelacht! Es ist einfach alles so unfassbar gut gelungen!
Cloud, Tifa, Barret und Red sind ebenfalls konstant großartig.
Aerith lässt für mich in Rebirth wieder etwas nach. Sie zeigt jetzt doch einige der Verhaltensweisen, die ich im OG schon nicht sooo mochte, aber die sind halt Teil ihrer Persönlichkeit. Ich habs auch im wahren Leben nicht so mit überschwänglichen und übergriffigen vorpreschenden Menschen. Also reine Geschmackssache.
Nichtsdestotrotz: Charaktere 10/10!

Dazu kommt die wirklich grandiose deutsche Synchro. Einzig Rufus‘ Stimme will für mich nicht recht zu ihm passend, aber alle anderen sind absolut top! Bin schon sehr gespannt auf die nächsten Runden in Englisch und Japanisch. ^_^

Auch die Musik und das Setting, bzw. die Optik der Welt, lassen für ich keine Wünsche offen. Ich könnte pausenlos Screenshots von ALLEM erstellen oder einfach stundenlang herumstehen, nur um der Musik zuzuhören. Die Regionen überwältigen mich. Jede auf ihre Weise. Und ich kann kaum den Release des OSTs erwarten. Ich habe mir schon während des Spielens eine Liste von Tracks erstellt, die hier sicher in Dauerschleife laufen werden.

Etwas schwieriger wird es bei der Betrachtung des Gameplays. Easy – das Kampfsystem ist toll! Alle Charaktere kämpfen einzigartig und haben ganz eigene Spieltechniken, so dass es nie langweilig wird.
Nicht so begeistert bin ich vom Rollenspielanteil, wenn man ihn überhaupt so nennen kann. Statt die Waffenpunkte wie in Remake in die Waffen zu verteilen, werden sie jetzt auf einem großen Skillbrett angelegt. Abgesehen davon, dass zusätzlich zu „mehr MP/TP“ nun auch die Synchro-Fertigkeiten darüber freigeschaltet werden … fühlt es sich irgendwie nicht nach einer richtigen Entwicklung an. Ich weiß nicht, woran es liegt, aber die Modifikation der einzelnen Waffen hat mir in Remake irgendwie mehr zugesagt.

Die „offene Welt“ ist überwiegend großartig, auch wenn sie sich in Summe doch sehr generisch anfühlt. Die Anzahl der Aufgaben ist schier unendlich und macht meistens trotzdem Spaß.
Aber Chadleys ständige Kommentare nerven mich unfassbar. Überhaupt liegt mir die Art der „geführten Entdeckung“ gar nicht. Ich möchte lieber herumlaufen und zufällig Dinge finden, statt von einem Küken nach da und einer Eule nach dort geführt zu werden. Oder auch jeden möglichen Kartenspielgegner auf der Map angezeigt zu bekommen. So fühlt sich die offene Welt für mich einfach nicht frei und offen an, sondern mehr wie eine vorgefertigte Liste an Dingen, die ich tun muss kann. Darüber hinaus gibt es nichts zu entdecken. Das ist für mich mehr ein Abarbeiten – kein Erkunden.

Die Mini-Spiele machen einen sehr großen Teil von Rebirth aus. Und während ich es auf der einen Seite super finde, dass das Angebot so groß und vielfältig ist … regt es mich auf der anderen Seite unfassbar auf, dass ich für bestimmte Quests bestimmte Dinge tun MUSS, die nichts mit einem Rollenspiel zu tun haben.

Das Red XIII Fußballspiel (Wilde Hatz) z.B. muss man für eine Quest innerhalb einer bestimmten Zeit schaffen, um die Quest „mit Sternchen“ (und, wie ich schätze, damit einer hohen Verbundenheit mit dem Quest-Charakter, in diesem Fall Aerith) abzuschließen. Ich bin aber einfach zu unfähig für dieses Spiel. In 3 Minuten 8 Bälle in der richtigen Reihenfolge in die richtigen Tore schießen? Für mich unmöglich. Ich habe den Bonus: Fifa spielendes Kind! Sohni hat das für mich erledigt. Persönlich schaffe ich in der Zeitvorgabe gerade mal einen von 8 Bällen. ^^‘ Das betrifft jetzt nur eine von unzähligen Aufgaben (na gut, die Verfolgungsjagd nach Corel war für mich auch eine Katastrophe ^^‘) und insgesamt bin ich ja tendenziell eher geduldig und versuche bestimmte Sachen auch stundenlang – es sind aber dennoch Hindernisse, Barrieren, die das Spiel einbaut, und die ich nicht überwinden kann. Da ich – gerade bei Final Fantasy VII – aber alles erledigen können möchte, macht das Spiel es für mich auf diesem Weg so gut wie unmöglich. Und das nehme ich ihm übel.

Ich weiß noch nicht, welche Dinge ich für Johnnys Sammlung so alles ranschaffen muss, – aber wenn ich beobachte, was in dieser Sammlung bisher steht, vermute ich, dass ich JEDES Minispiel auf dem Profi-Level werde meistern müssen. Und bei der Vielzahl von Spielen – ist das zum einen ein unfassbar hoher Zeitaufwand (zumindest für jemanden, der das alles lernen und üben muss, und sich nicht easy dadurch klickt), zum anderen ist die Art der Spiele so breit gefächert, dass definitiv nicht alles jedermanns Sache ist. Auf diesem Weg werden meiner Meinung nach Spieler von einer kompletten Lösung ausgeschlossen. Und das macht mich … ja … keine Ahnung. Ich finde es einfach unnötig. Ein schwerer Bosskampf wäre Teil des Spielsystems. Eine Herausforderung, die mich mit meiner Materia und meinen Charakteren experimentieren lässt. Ein Puzzle, um einen Weg frei zu bekommen. Teil des Spielsystems. Sogar die Chocobo-Rennen gehören dazu und sind – wenn auch fordernd – nicht überkomplex oder unmöglich zu meistern. Aber noch ein Shooter, das Fußballspiel? Diese Kaktorenjagd?
Rebirth schließt damit für mich Menschen aus. Und das gefällt mir daran überhaupt gar nicht. Diese Dinge dürfen gerne ein Angebot sein. Aber sie zwingend für bestimmte Spielabschnitte vorauszusetzen, und die Meisterung dieser Elemente noch als Voraussetzung für ein weiteres Spielelement zu wählen, … das macht mich fast wütend.

Zur Story möchte ich jetzt noch nicht viel sagen.
Das meiste, was ich bisher gesehen habe, gefällt mir. Um gezielt auf Dinge einzugehen, müsste ich spoilern, und das werde ich an dieser Stelle nicht tun. Daher: Ich mag, was ich sehe. Es gab ein paar Momente, bei denen ich mir dachte „weniger wäre mehr gewesen“. Einige Szenen haben für mich im Vergleich zum Original doch emotional deutlich verloren, einfach weil man hier zu viel wollte … aber darauf kann ich ein andermal genauer eingehen.

Mein Review kommt, wenn ich mir der ersten Spielrunde durch bin. Schätzungsweise nächste Woche.
Bis dahin … ich habe Euch schon einen Guide für die Junon-Parade und das Fort-Kondor-Minispiel geschrieben. Vielleicht helfen sie Euch.

Erzählt mir gern, ob Ihr mit Rebirth schon durch seid oder wie Euch das Spiel bisher gefällt. Wie steht Ihr zu der Flut an Minispielen? Gibt es eines, das überflüssiger ist, als das mit dem Fotografen? Was gefällt Euch besonders gut? Lasst es mich gern wissen. ^_^

3 Gedanken zu „Final Fantasy VII Rebirth – Halbzeit-Fazit“

  1. Die Mini-Spiele nerven unfassbar und das ständige Suchen, sowie Chadley…. Es fühlt sich so an, als wollte SE das Spiel nur strecken :‘-) Sonst ists toll :-)

  2. Schön, dass nicht nur ich das so sehe ^^‘
    Ich bin gerade in Gongaga – und liebe die große Map! Aber wenn ich noch einmal das komische Gerät raushole, weil Chadley mir zu einer Entdeckung gratulieren will, dann muss ich – fürchte ich – irgendwen in den Lebensstrom stoßen. ^^‘

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